Intention – Reflektion – Produktion

Ich möchte zum besseren Verständnis meiner Bilder versuchen im folgenden meine Arbeitsweise zu erklären. Diese Beschreibung ist für Kunstschaffende oft nicht leicht, haben sie doch ganz bewusst nicht die "Wortsprache", sondern die "Bildsprache" als Ausdrucks- und Kommunikationsmittel gewählt. Das Bild soll Träger, also Überbringer der Mitteilung sein, ohne dass erklärender Text dazu notwendig ist.

Dennoch gibt es gute Gründe über die eigenen Intentionen und angewandten Techniken zu berichten, um den eigenen künstlerischen Standort deutlich zu machen.

Die von mir angewandten Techniken sind die analoge und digitale Fotografie, die Grafik und die Malerei. Fotografisch beschäftige ich mich hauptsächlich unter künstlerischen und somit subjektiven Aspekten mit der Stadtlandschafts-, Landschafts- und Naturfotografie, aber auch mit der Erarbeitung von Konzeptfotografie, die meist als Bildgeschichte (Foto-Reportage, Foto-Essay, Foto-Serie) ausgearbeitet wird. Die Arbeiten sind speziell bei dem Foto-Essay und der Foto-Serie über einen längeren Zeitraum angelegt.

Ich wende bei meinen Arbeiten klassische Kompositionsregeln der Bildenden Kunst an, um meine Intention entweder durch eine realistische Darstellung oder durch Reduktion, aber auch durch Abstraktion in ein Bild umzusetzen. Gerade in der Reduktion sehe ich für mich die beste Möglichkeit meine Intention in einem Bild darzustellen. Dabei sind für mich die graphischen Grundelemente Punkt, Linie und Fläche die wichtigsten Kompositionsbausteine. Dies gilt gleichermaßen für meine gemalten Bilder und im besonderen für meine Grafiken.

 

 

 

 

 

Aus diesen Grundüberlegungen ergibt sich  für mich zwangsläufig, dass ich statische Themen bevorzuge. Ich kann daran am besten den Aufbau studieren und in meine Bildidee umsetzen. Eigene Fotografien sind auch meist der Ausgangspunkt für die gestalterische Weiterbearbeitung in Malerei und Grafik. Ich nutze dabei die spezifischen Eigenschaften der verschiedenen Techniken, um den Bildschwerpunkt und damit die Bildaussage herauszuarbeiten und zu betonen. Gerade mit den Mitteln der digitalen Fotografie ist es nun noch besser als bei der analogen Fotografie möglich, die Bildidee umzusetzen. Ich bewege mich bei meiner fotografischen Arbeit immer im Spannungsfeld zwischen Subjektivität und Objektivität, wobei es nie, bedingt durch die technischen Unzulänglichkeiten, eine objektive, sprich naturalistische Abbildung geben kann. Und dies ist schließlich auch nicht Ziel und Zweck einer künstlerischen Arbeit.

Studio

Labor

Zitate zur Fotografie

Text: "Der Wandel der charakteristischen Eigenschaften der Fotografie ab 1990"